Christof Martin - Praxisinhaber
Die ersten Begegnungen mit ergotherapie-spezifischen Erfahrungen hatte ich während meines Zivildienstes in einer Einrichtung für schwerbehinderte Kinder.
Nachdem ich mich im handwerklichen Bereich als Zimmermannslehrling versucht hatte, war mir klar, dass meine Berufung in der praktischen Arbeit liegt. Allerdings wollte ich mit meiner Arbeit dazu beitragen, konkret die Lebensqualtität meiner Schutzbefohlenen zu verbessern.
So fiel die Entscheidung für die Ergotherapie geradezu zwangsläufig.
Die Ausbildung absolvierte ich an der Timmermeister-Schule in Münster.
Meine erste Stelle als Ergotherpeut fand ich in einem Projekt des Zentrums für Körperbehinderte in Mönchengladbach. Zu meinen Aufgaben gehörte der Aufbau und Betrieb eines handwerklichen Arbeitsbereichs innerhalb einer Werkstatt speziell für körperbehinderte Menschen. Hier empfand ich insbesondere die Entwicklung und Realisierung von individuellen Arbeitsplätzen, die ja an die jeweiligen Fähigkeiten angepasst sein mussten, als spannende und befriedigende Herausforderung.
Als diese Werkstatt aufgelöst und der großen ansässigen WfB einverleibt wurde, endete diese interessante berufliche Phase.
Eine herausfordernde Folgestelle fand ich im NTC-Düsseldorf, einer neurologischen Tagesklinik mit ausgeprägter interdisziplinärer Zusammenarbeit und intensiven therapeutischen Angeboten.
Mit einem Freund, seinerseits Vater eines schwerst mehrfach behinderten Kindes, gründete ich in dieser Zeit nebenberuflich eine Firma zur Gestaltung und Anpassung von Lebensräumen für behinderte Menschen.
Das Angebot von Prof. Dr. Helmich in ein spannendes Forschungsprojekt der Heinrich-Heine-Universität zur Verbesserung der poststationären Betreuung von Schlaganfallpatienten ("Düsseldorfer Schlaganfallprojekt") zu wechseln, konnte ich unmöglich ausschlagen. Es folgten zwei interessante Jahre in diesem Projekt.
Die anschließende Stelle in der Akutgeriatrie des Marienkrankenhauses in Bergisch Gladbach bot mir Gelegenheit für Erfahrungen, die mich bestärkten künftig nur noch ambulant tätig sein zu wollen.
Die Firma zur Gestaltung und Anpassung von Lebensräumen für behinderte Menschen mussten wir in dieser Phase aus Zeitmangel auflösen.
Nach sorgfältiger Standortanalyse und gewissenhafter Vorbereitung eröffnete ich schließlich im Januar 2002 eine eigene Ergotherapie-Praxis.